
…und nein, eine Leiche war nicht in der Tonne.
In der Ablade
Veröffentlicht in Abgelichtet mit Tags beil, biotonne, leichen, muell am 29. Juni 2009 von michaelLieber Herr Watzl!
Veröffentlicht in Kommentar mit Tags ÖVP, Kriminalität, Linz, Messer, Stadtwache, Videoüberwachung am 26. Juni 2009 von michaelSie verunsichern mich!
Da sprechen Sie davon, dass sich 25.600 Linzer in ihrer Wohngegend “unsicher” oder sogar “sehr unsicher” fühlen. Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Jugendkriminalität, Vandalismus-Akte stiegen in den letzten Jahren an, Diebstähle stagnierten auf hohem Niveau, geht man nach Ihren Daten.
Sieht man sich nun Ihre Slogans und Plakate an (ab Seite 5), so fällt auf, dass man sich zwar allerhand Mühe gibt, gegen die Symptome anzukämpfen. Sie fordern etwa mehr Polizisten, eine Stadtwache und Videoüberwachung öffentlicher Plätze. Niemand denkt aber daran, die Ursachen der ausufernden Kriminalität zu beseitigen. Dies gelingt nämlich weder mit der Polizei, noch mit einer Stadtwache und schon gar nicht durch Videoüberwachung.
Gehe ich also recht in der Annahme, dass Sie dahingehend gar keine Lösungsvorschläge bieten können, weil Ihnen schlichtweg die Ideen fehlen? Oder könnten Sie mit echten Lösungen aufwarten, unterlassen dies jedoch, weil affichierte Messer und Spritzen auf gefährlich schwarzem Hintergrund einfach einen bedrohlicheren Eindruck hinterlassen?
Ihr Haarspalter
Unglückliche Formulierungen
Veröffentlicht in Ohne Worte mit Tags Michael Jackson am 26. Juni 2009 von michael
Quelle: derstandard.at
“Wir haben die Weisheit mit Löffeln gefressen”
Veröffentlicht in Journal mit Tags wahrheit, weisheit am 22. Juni 2009 von michaelDer katholische Medienverband “Signis” ist in Sorge, weil kirchliche Webseiten mehr und mehr Konkurrenz von privaten Gläubigen-Homepages bekommen. Der Vizepräsident dieses Verbandes, der offenkundig der Ansicht ist, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, meinte gar, man dürfe “[...] die Deutungshoheit über das, was ‘katholisch’ sei, nicht selbsternannten Predigern überlassen.”.
Fundstücke
Veröffentlicht in Sammelsurium mit Tags abservieren, Alkohol, quickie, segregation, telefon, toilette am 22. Juni 2009 von michaelNachfolgend ausgewählte Suchbegriffe (Begriffe, mit denen Besucher über Suchmaschinen diesen Blog fanden) vom Mai und Juni.
was tun bei fehlenden enzym alkohol
Gemeint ist wahrscheinlich die Alkoholdehydrogenase. Ihre Aktivität ist vor allem bei Asiaten (Chinesen, Japaner, ..) verringert. Es gibt allerdings auch geschlechtsspezifische Unterschiede – so arbeiten die Enzyme der Männer meist effektiver als die der Frauen. Ist dieses Enzym weniger aktiv, hat Alkoholkonsum deutlich stärkere Auswirkungen auf den Organismus.
illegale drogen in der schwangerschaft
Es ist unsinnig, in Fragen der Gesundheit zwischen legalen und illegalen Drogen zu unterscheiden. Diese Unterscheidung sagt nämlich rein gar nichts über die Gefährlichkeit der jeweiligen Drogen aus. Alkohol beispielsweise ist ab einem gewissen Alter legal erhältlich und hat denkbar schwere Auswirkungen auf ein Kind im Mutterleib.
segregation an toiletten
Der Geschlechtersegregation begegnen wir in den meisten öffentlichen Toiletten, wenn man von Flugzeugen oder Zügen absieht, wo aufgrund der Platznot meist ein Unisex-WC installiert ist. Aber es gibt auch Initiativen zur allgemeinen Umwandlung der geschlechtergetrennten Toiletten in Gemeinschaftsklosetts.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Kürzere Wartezeiten durch bessere Verteilung und keine unangenehmen Situationen mehr für Väter, die aus der Not heraus den (einzigen) Wickeltisch im Damen-WC aufsuchen müssen. Außerdem erspart man sich lästige Ausreden, wenn man nach einem Quickie zu zweit die Damen- oder Herrentoilette verlässt.
Fleischfrei durch den Montag
Veröffentlicht in Journal mit Tags CO2, Emissionen, Fleisch, Vegetarier, Verzicht am 16. Juni 2009 von michaelDer Ex-Beatle Paul McCartney ließ jüngst mit der Forderung nach einem fleischfreien Montag aufhorchen und hat dazu eine Kampagne ins Leben gerufen. Mit den Schlagworten “Help the planet” und “Reduce CO2-Emissions” will der gealterte Liedermacher seine Umwelt dazu bewegen, an Montagen das Fleisch auszulassen und stattdessen auf vegetarische Nahrung zurückzugreifen. Selbstverständlich gibt es auch dafür eine Webseite made by McCartney.
Beflügelt von den Ideen McCartneys schlägt der Haarspalter weitere Maßnahmen vor:
- Autoverzicht am Sonntag, um weiter den Ausstoß von CO2-Emissionen einzudämmen.
- Obstpflicht am Donnerstag, um den Gesundheitszustand der Menschen zu heben.
- Eine Zwangssportstunde am Freitag, um die Kosten für Fettleibigkeit zu senken.
Als ersten Unterstützer und Verfechter meines Programmes darf ich inoffiziell Herrn McCartney begrüßen, der derzeit bekanntermaßen ganz selbstaufopfernd für den Umweltschutz eintritt, indem er anderen den Fleischkonsum untersagt.
Die bitterbösen Aufklärer
Veröffentlicht in Journal mit Tags Atheismus, graz, plakate am 10. Juni 2009 von michaelNachdem die Wiener Linien im Voraus verweigerten, die Atheisten-Sujets auf ihren Bussen anzubringen, haben nun auch die Grazer Verkehrsbetriebe dieser gemeingefährlichen Affiche eine klare Absage erteilt. Mit Recht! Es wäre schier untragbar, würden uns diese unseglichen Aufklärer mit ihren Bussen und den bedrohlichen Plakaten aus unserem edenhaften Mittelalter herauschauffieren. Hoch das Kreuz, Brüder! Lasst uns unseren engen Horizont, den wir uns einst mühsam erkämpft haben, mit Schwert und Schild verteidigen gegen diese gottlosen Frevler! Denn wir sind die Törichten, die Einfältigen und die Dummen. In Ewigkeit.
Schwerpunktkontrollen: 7,5 % “alkoholisiert”
Veröffentlicht in Haarspalterei, Journal mit Tags Alkohol, alkohol im verkehr am 6. Juni 2009 von michaelBei Schwerpunktkontrollen in Oberösterreich in der Nacht auf Samstag waren 88 von 1.175 Lenkern alkoholisiert, wovon bei 52 über 0,8 Promille festgestellt wurden. 36 Lenker hatten demnach zwischen 0,5 und 0,8 Promille Alkohol intus. Insgesamt waren also 7,5 % aller kontrollierten Autofahrer über der erlaubten Promillegrenze.
“Alkoholisiert” - lieber orf.at – im Sinne von “sich betrunken ans Steuer gesetzt” waren aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weitaus mehr Personen. Denn auch wenn jemand 0,4 Promille Alkohol intus hat – rechtlich jedoch nicht beanstandet wird – ist er faktisch “alkoholisiert”. Es ist dem Körper reichlich egal, ob wir die Grenze momentan bei 0,5 oder 0,1 ziehen.
Alkohol und Gewalt beim GTI-Treffen
Veröffentlicht in Kommentar mit Tags Alkohol, Gewalt, Verkehr am 23. Mai 2009 von michaelWie gewohnt sorgten beim GTI-Treffen in Kärnten auch dieses Jahr unzählige Betrunkene für Gewaltorgien der Extraklasse. Aus dieser alljährlichen Zusammenrottung von Liebhabern individualisierter Autos gingen nicht nur Gewaltopfer hervor, auch Polizeifahrzeuge wurden – offenbar im Suff – demoliert, zudem hagelte es jede Menge Anzeigen wegen Schnellfahrens. Offenbar eine Gegenbewegung zur geistigen Elite des Landes, die sich mit schöner Regelmäßigkeit und dem schnöden Mammon als einziger nachvollziehbarer Begründung am Wörthersee zuträgt. Die Negativpublicity, beschert durch dauerbesoffenes, schon beim bloßen Anblick quietschender Reifen ejakulierendes Proletenpublikum, wertet das schöne Kärtnerland mit Sicherheit nicht auf – ganz im Gegenteil. Leid tun mir dabei nur jene Anrainer, die außer der mehrtätigen Geräuschbelastung und den Bierflaschen, die die Horden zurückließen, bei all dem Spektakel leer ausgingen.
Bemerkenswert finde ich darüber hinaus, dass jemand, der jemand anderen a) niederschlägt und b) ausraubt, auf freiem Fuß angezeigt und nicht direkt seiner Untersuchungshaftzelle zugeführt wird. Doch ich bin wahrlich kein Rechtsgelehrter, sondern lasse lediglich meinen Hausverstand sprechen – man sehe mir meine womöglich plumpe Sicht der Dinge also nach:
Ein 15 Jahre alter Bursche hat [...] einen gleichaltrigen Burschen niedergeschlagen und beraubt. Der Täter [...] konnte von der Polizei [...] kurze Zeit später gestellt werden und wird auf freiem Fuß angezeigt. Das Opfer wurde mit Gesichtsverletzungen und Prellungen ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt eingeliefert.
Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/363837/
Krisenintervention als Psychomasche
Veröffentlicht in Kommentar mit Tags Krisenintervention, Leserbrief, Psyche, psychologische Hilfe am 17. Mai 2009 von michaelAllerhand Merkwürdiges verlautet schon wieder aus den Tiefen jener Leserbriefecke, die einen Platz in Österreichs einziger Qualitätszeitung innehat. Da echauffiert sich eine sichtlich aufgebrachte Leserin darüber, dass Menschen nach belastenden Ereignissen psychologische Hilfe erhalten. Ein belastendes Ereignis kann beispielsweise der Tod naher Angehöriger sein, etwa durch Unfall, Erkrankung oder Suizid. Stirbt der Gatte bei einem Autounfall, das eigene Kind an plötzlichem Kindstod oder sämtliche Angehörige bei einer Katastrophe, erhalten die Hinterbliebenen psychologische Hilfe, z. B. durch das Kriseninterventionsteam vom Roten Kreuz. Dieses Hilfsangebot dient u. a. der Prävention und Erkennung posttraumatischer Belastungsstörungen – die auch heute noch allzu häufig unerkannt bleiben.
Jene Leserbriefschreiberin findet es also “[...] unverständlich, dass jetzt jedes Mal, wenn ein Unfall oder ein Todesfall eintritt, die beteiligten Kinder oder Erwachsenen von Psychologen betreut werden müssen.” Sie schreibt weiter, dass es auch in ihrer Kindheit belastende Ereignisse gab, über welche sie selbstredend hinweggekommen ist. Auch im Krieg gab es viel Kummer und Leid und “alle diese Menschen haben ohne Psychoschaden überlebt”, so die Autorin. Ersteres entzieht sich klarerweise der Möglichkeit einer Überprüfung, doch letztere Aussage ist als reiner Humbug zu bewerten. Man denke alleine an die KZ-Überlebenden, die ihre seelische Traumatisierung zum Großteil nicht überwinden konnten. An die Kriegshinterbliebenen, denen bis auf ihren nackten, invaliden Leib nichts blieb außer immerwährende Trauer. Es gibt der Beispiele wahrlich zu viele, um sie alle anzuführen, aber die wenigen reichen aus, um vor Augen zu führen, welchen Unsinn man hier der Leserschaft vorsätzlich darreicht.
“[...] und diese Generation hat Österreich wieder aufgebaut.” heißt es weiter in diesem Konglomerat aus Einfältigkeiten und purem Humbug. Manchmal scheint wohl eine Prise Patriotismus ausreichend zu sein, um als Leserbrief in einer Tageszeitung zugelassen zu werden. Selbst wenn sich der übrige Inhalt hart an der Schmerzgrenze befindet, was Absurditäten betrifft. Anders ist wohl nicht zu erklären, dass dieserart Einsendungen toleriert werden.

