Straßenverkehrsunfallstatistik 2007

Die jüngst publizierte Straßenverkehrsunfallstatistik für 2007 zeigt erstmals seit einigen Jahren wieder eine Steigerung der Alkohol assoziierten Unfälle und Verletzten. Die Zahl der durch Alkohol im Straßenverkehr Getöteten blieb konstant zum Vergleichszeitraum 2006. Erschütternd (aber voraussehbar) war auch die Steigerung der durch 15-jährige Mopedlenker verursachten Verkehrsunfälle.

Problem 1: Der Alkohol

Während im Jahr 2006 laut KfV 2.579 Unfälle unter Alkoholeinfluss registriert wurden, waren es 2007 bereits 2.731. Die größten Zuwächse gab es in Niederösterreich und in der Steiermark, während die Zahl der Unfälle in Tirol deutlich zurückging, wie eine Tabelle der Statistik Austria verdeutlicht. Man schlägt in diesem Zusammenhang ein nach Deliktschwere abgestuftes Nachschulungsprogramm vor.

Weitere Graphiken zu den Alkohol assoziierten Unfällen finden sich bei der Statistik Austria. Auch auf meiner eigens eingerichteten Seite sollte man zu diesem Thema fündig werden.

Problem 2: 15-jährige Mopedlenker

Nicht nur die Zahl der Alkoholunfälle ist gestiegen, auch die 15-jährigen Mopedlenker legten erneut ordentlich zu, wie das KfV in einer Presseaussendung betont. Ein 15-jähriger sei außerdem einem drei Mal größerem Unfallrisiko ausgesetzt wie ein 16-jähriger Mopedlenker. Eine Graphik verdeutlicht auch hier das unerfreuliche Ergebnis.

Es fiel zudem auf, dass die Alkoholunfälle signifikant steigen in dieser Gruppe, da man seit wenigen Jahren das Moped vor allem im Freizeitbereich nutzt und nicht, wie ursprünglich mit dieser “Ab-15-Regelung” beabsichtigt, um in die Schule oder zum Ausbildungsplatz zu gelangen. Eingeleitet wurde dieser rasante Zuwachs erst mit dem Jahr 2002 bzw. 2005 (Mopedfahren ist seit 1997 im Alter von 15 Jahren erlaubt), als wesentliche Sicherheitsbestimmungen wegfielen. Etwa verzichtet man seitdem auf eine verkehrspsychologische Untersuchung der Führerscheinanwärter wie auch auf eine Erklärung der Schule bzw. des Arbeitgebers, dass der tägliche Weg dorthin mit öffentlichen Verkehrsmitteln unzumutbar sei. So gab es im Jahr 2002 noch 232 Unfälle mit 15-jährigen Mopedlenkern, 2007 nun 1.577. Man wird nicht umhin kommen, vor allem den gefährlichen Trend der Trunkenheitsfahrten in der Freizeit, aber auch der allgemein hohen Unfallbilanz der 15-jährigen mit einer Wiedereinführung sowohl der verkehrspsychologischen Untersuchung als auch der Erklärungen von Schule und Arbeitgeber einzudämmen. Und dies sollte möglichst bald geschehen, da ansonsten mit einem weiteren Anstieg der Unfallzahlen für 2008 zu rechnen ist. (Für weitere Details siehe auch Unfallbilanz 2006)

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